Ohlsdorfer Friedhof – Restaurierung eines historischen Schmiedeinnungsgrabes

Der Ohlsdorfer Friedhof wurde 1877 eröffnet und ist mit rund 389 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Mit seinen historischen Grabmalen, Plastiken und der eindrucksvollen Gartenarchitektur gilt er als Kunstwerk von internationalem Rang.

Seit 1884 bestand auf dem Friedhof ein gemeinschaftliches Grab der Schlosserinnung. Solche Genossenschaftsgräber stellten nur einen kleinen Teil der Grabstätten dar, besitzen jedoch eine hohe kulturhistorische Bedeutung.

 

Historische Schmiedearbeiten

Im Jahr 1900 wurde die Anlage nach Plänen von Eduard Schmidt mit einem kunstvollen schmiedeeisernen Torausgestattet. Die Ausführung erfolgte durch die Firma J. Zachoval und Riemann.

1904 wurde ein weiteres bedeutendes Element ergänzt: ein schmiedeeiserner Obelisk mit Kreuzabschluss, der auf einem rechteckigen Granitsockel steht.

An der Ausführung der Schmiedearbeiten waren Meister beteiligt, die auch an den Schmiedearbeiten des Hamburger Rathauses mitwirkten.

 

Bedeutung des Denkmals

Tor und Obelisk gelten heute als wichtige Zeugnisse der historischen Grabmalkultur auf dem Ohlsdorfer Friedhofsowie der Tradition der Hamburger Handwerker- und Sterbekassen.

Aufgrund ihrer handwerklich-künstlerischen Gestaltung sowie ihrer historischen Bedeutung stehen sie unter besonderem Schutz.

 

Voruntersuchung und Restaurierungskonzept

Im Rahmen der Restaurierungsplanung führte die Schmiede Lehmann eine umfassende Voruntersuchung durch.

Diese umfasste:

  • Bestandsaufnahme der Schadenssituation

  • Analyse der historischen Konstruktion

  • Entwicklung eines Restaurierungsvorschlags nach denkmalpflegerischen Kriterien

  • Erstellung einer Dokumentation

  • Kalkulation der Restaurierungsmaßnahmen

 

Restaurierung historischer Schmiedearbeiten

Die Untersuchung bildet die Grundlage für eine zukünftige denkmalgerechte Restaurierung der historischen Schmiedearbeiten und trägt dazu bei, dieses bedeutende Zeugnis Hamburger Handwerksgeschichte zu bewahren.