Hier findet das Werk statt

Willkommen in der Gläsernen Schmiede

Authentische Handwerkskunst in Hamburg

Wer durch die Türen der Schmiede Lehmann tritt, bekommt keinen Showroom präsentiert, sondern einen Arbeitsplatz, an dem mit Leidenschaft und Teamgeist gearbeitet wird. Schon durch die große Fensterfront ist der Alltag einer lebendigen Werkstatt zu sehen und zu spüren. Beim Betreten der Schmiedehalle liegt der Geruch von Eisen und Feuer in der Luft, während das rhythmische Hämmern auf den Amboss den Arbeitstakt angibt. Die Kunst des Schmiedens zeigt sich in jedem einzelnen Hammerschlag, mit der das glühende Eisen in Form gebracht wird, und in der Hingabe, mit der jedes Stück entsteht. Und es wird unmissverständlich klar: Hier wird keine Show gemacht – es ist der Alltag eines Handwerks, das aus Liebe und Respekt zur Tradition und zur Präzision gelebt wird.

Besuchen Sie uns in der Schmiede – gerne nach vorheriger Anmeldung. Denn das gibt Raum und Zeit für Gespräche und die Möglichkeit, mehr über die Schmiedekunst, unsere Arbeit und uns zu erfahren.

Grafik als Trennung
Gruppenbild des Teams der Schmiede Lehmann in Hamburg

Der Team-Turnus in den Kolbenhöfen

Brandnarben auf der Haut, rußgeschwärzte Hände und kräftige Arme: Johannes Rienhoff und sein Team verkörpern die echte, unverfälschte Schmiedekunst. Geprägt durch ihre Berufung, geben sie den Takt des Arbeitsalltags vor. Morgens um 9 Uhr gemeinsames Frühstück, Teammittag in der Werkstattküche, und zwischendurch ein Betriebsausflug zur Weltmeisterschaft der Schmiedezunft nach Italien – hier ist der Teamgeist spürbar. Der respektvolle, familiäre Umgang ist Teil der Identität der Schmiede Lehmann. Der Zusammenhalt zählt, denn die Arbeit fordert täglich körperliche und geistige Höchstleistung. Es gibt keine Kompromisse, nur das Streben nach höchster Ausführungsgüte. Da sind sich alle einig.

Zwei Lehrlingen bearbeiten glühendes Stahl auf dem Amboss in der Schmiede Lehmann in Hamburg

Vom Vierkantstahl zum Kunstwerk

Schon früh am Morgen, sobald die Schmiedeesse auf Temperatur ist, ertönt der unverkennbare Klang des Hammers, der auf den Amboss trifft. Das glühende, 1300 Grad heiße Eisen wird im Kling-Klong-Rhythmus mit Muskelkraft und Präzision geformt. Gemeinsam im eingespielten Team, Schlag für Schlag, entsteht aus rohem Material ein einzigartiges Werkstück. Jedes dazu verwendete Werkzeug, wurde in der Schmiede selbst entwickelt und hergestellt. Aus Innovationsgeist, Kreativität und Kraft werden so aus einfachem Vierkantstahl filigrane Muster und echte Kunstwerke, die präzise, detailverliebt und kompromisslos sind.

Schmiedewerkzeuge auf einem Werktisch in der Schmiede Lehmann in Hamburg

Schmiede mit langer Geschichte

Die Schmiede, deren Wurzeln bis zur Jahrhundertwende zurückreichen, zog nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Hinterhof einer zerbombten Synagoge in der Hamburger Neustadt. Seit den 70ern wurde sie von Dieter Lehmann geführt. 2013 übernahm der damals 26-jährige Schmiedemeister Johannes Rienhoff die Kunstschmiede in der Poolstraße und verlegte sie 2019 auf das Gelände der alten Kolbengießerei in Altona. Seitdem ist die Schmiede ein engagierter Teil der Genossenschaft Kolbenwerk e.G. In der Nachbarschaft befinden sich Tischler, Oldtimerrestauratoren und viele weitere tatkräftige Werkstätten. Verlässt man das Industriegelände, ist man umgeben von szenigen Cafés, kreativen Büros und einer bunten, multikulturellen Szene. Dieser besondere Mix aus Damals und Heute ist unsere Inspirationsquelle und treibt uns täglich an.